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Im fahlen Mondlicht



Autor: Cypher|Darkh
Veröffentlicht: 30.09.2003, 17:17:11
Letzte Änderung: 30.09.2003, 17:17:25
Schreibrecht: Nur Administratoren [ Artikel bearbeiten ]

 Abstract: Dieses Ereignis trug sich zu, als noch niemand von Rand al’Thor, dem Wiedergeborenen Drachen, gehört hatte und keine Kriege das Antlitz Randlands verunstalteten.



Die Sonne durchbrach gelegentlich den dichten Wald. Regentropfen perlten auf rotgoldenen Blättern, die den Boden bedeckten, und schimmerten, wann immer ein Sonnenstrahl auf sie traf. Bäume, so groß wie stolze Türme vieler großen Städte, standen nah beieinander und bildeten mit ihren ineinander übergehenden Ästen ein Dach, als ob sie den Wald und seine Bewohner vor neugierigen Blicken schützen wollten.
Eine friedliche Ruhe lag über den Wald und einzig das Zwitschern der Vögel schien die Stille zu durchbrechen und dennoch geschah dies alles im Einklang mit der Natur.
Ein Eichhörnchen kam hinter einem Baum hervorgeschossen und hechtete flink zu einer Eichel, die auf dem Boden lag. Mit seinen kleinen Pfoten schnappte es sich die Eichel und fing an daran zu knabbern, während seine Augen wild hin und her zuckten.
Auf einmal hielt es inne. Seine Ohren richteten sich auf und seine Nase zuckte unaufhörlich. Wie der Blitz schoß das Eichhörnchen zum nächsten Baum, sprang hoch und verschwand in dem Gewirr von Ästen.
Ein nicht hier her gehörendes Geräusch störte die friedliche Ruhe. Das Vogelgezwitscher verwandelte sich in tosendes Gekreische. Sie flatterten wie wild aus den Bäumen hervor, als plötzlich ein Junge aus den Büschen hervorbrach.

Jaqen hetzte durch den Wald. Sein Atem ging schwer. Der Schweiß lief ihm über das Gesicht. Sein Hemd klebte an seinem Körper. Die Zweige und Büsche griffen nach ihm und ritzten ihm die Haut auf. Unzählige Male war er bereits gestürzt und hatte sich etliche Schrammen zugezogen. Sein Körper schien aus tausend Wunden zu bluten.
Seine Lungen gierten nach Luft. Die Muskeln schienen vor Schmerzen zerbersten zu wollen, aber er rannte dennoch weiter. Zu groß war die Angst, die ihm ungeahnte Kräfte verlieh. Er wußte nicht, vor wen oder was er wegrannte. Dennoch mußte er rennen und alles hinter sich lassen. Er mußte es hinter sich lassen. Doch je mehr er sich anstrengte, desto näher schien es zu sein. Es lauerte auf ihn, es rief nach ihm. Jaqen spürte, wie seine Kräfte nachließen und seine Schritte immer langsamer wurden. Panik breitete sich in ihm aus. Tränen traten ihm in die Augen und ließen seine Sicht verschwimmen. Erneut durchbrach er ein Gewirr von Ästen und Büschen, die ihm wieder zahllose Wunden zufügten. Sein Fuß verhakte sich und warf ihn aus dem Gleichgewicht. Verzweifelt versuchte er sich an irgend etwas festzuhalten, doch er bekam nichts als Zweige zu fassen, die seinem Gewicht nicht standhielten. Er schloß die Augen und erwartete den Aufprall, aber er kam nicht. Die Zeit schien still zu stehen, er fiel immer noch und dann traf ihn der Aufprall mit voller Wucht. Jegliche Luft wurde aus seinen Lungen heraus gepreßt. Mit weit aufgerissenem Mund versuchte er zu atmen, aber sein Hals sperrte sich dagegen. Jaqen richtete sich auf, krabbelte auf allen vieren. Ein stechender Schmerz machte sich in seinem Rücken bemerkbar. Vor seinen Augen wurde es schwarz und dann fiel er in tiefe Ohnmacht.

Seine Augen öffneten sich. Er stand mitten auf der Straße. Sein Blick wanderte über die Häuser und blieb an einer alten Schmiede hängen. Plötzlich wußte er genau, wo er sich befand. Jaqen war in seinem Dorf. Es war alles nur ein Alptraum, sagte er sich. Er war wieder zu Hause. Ein Gefühl der Erleichterung machte sich in ihm breit und er machte sich lächelnd auf den Weg zu seiner Familie. Plötzlich stutzte er. Obwohl es hellichter Tag war, sah er niemanden auf der Straße. Selbst die Schmiede schien leer zu sein. Verwirrt setzte er seinen Weg fort.
Jaqen wollte zur Schenke, weil er sich sicher war, daß alle zu einer Versammlung berufen worden waren. Irgend etwas stimmte nicht. Es schien ewig zu dauern. Der blaue Himmel wurde stetig dunkler und er war nicht viel weitergekommen. Leises Tuscheln ertönte um ihn herum. Er hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Aus den Augenwinkeln sah er Gestalten hin und herhuschen, doch wann er immer er sich zu ihnen umdrehte, sah er niemanden.
Sein Blick fiel auf die Häuser. Sie schienen seit Jahren leer zu stehen. Die Fensterscheiben waren zerbrochen. Die Türen hingen schief in den Angeln und die Farben waren verblaßt.
Es schien kälter geworden zu sein. Er verschränkte die Arme, um sich etwas warm zu halten. Verängstigt wollte er weiter zur Schenke, als er auf einmal ruckartig stehen blieb. Vor ihm stand ein Mann auf der Straße. Er kniff die Augen zusammen, um ihn im Dunkeln besser sehen zu können. Jaqens Gesicht hellte sich auf, als er ihn erkannte. Es war Meister Brythe, der Dorfschmied. Voller Freude ging er auf ihn zu, doch seine Schritte gerieten ins Stocken. Meister Brythe lächelte nicht. Er starrte ihn einfach nur an. Dann erhob er seinen Arm und zeigte auf ihn. Langsam kam er auf ihn zu. Angst machte sich in Jaqen breit. Er wich nach hinten, drehte sich um und wollte losrennen, aber hinter ihm waren noch mehr Menschen. Auch sie deuteten auf ihn und kamen immer näher. Panisch sah sich Jaqen nach einer Fluchtmöglichkeit um, doch sie kamen jetzt von überall her. Er erkannte Meister Gorion und seine Frau, Beldin, Ainara, Rosh, seine Freunde. Alle Bewohner des Dorfes waren da und starrten ihn anklagend an.
Jaqens Herz raste. Seine Augen waren weit aufgerissen. Voller Angst ging er in die Hocke und verschränkte die Arme vor seinem Gesicht. Er wartete darauf, daß sie kamen und ihm wehtaten.
Eine Hand legte sich auf seine Schulter. Er zuckte zusammen, doch es geschah nichts. Er öffnete die Augen und hob den Kopf. Sie waren alle verschwunden. Die Hand ruhte immer noch auf seiner Schulter. Er drehte sich um und sah ein Mädchen vor sich. Jaqen kannte sie. Sie flüsterte, aber er verstand sie nicht. Vorsichtig beugte er sich vor, bis sein Gesicht ihres fast berührte. Sie blickten sich in die Augen. Diese Augen...woher kannte er sie bloß? Dann öffnete sie den Mund und flüsterte. „Mörder!“
Jaqens Augen weiteten sich und plötzlich wußte er wieder, wer sie war. Das Mädchen schrie und ging in Flammen auf. Ihre Haare kräuselten sich in den Flammen bis sie vollständig in Rauch aufgingen. Die Haut schmolz wie Kerzenwachs und verzerrte ihre Gesichtszüge, bis sie nicht mehr zu erkennen waren. Sie hob ihren Arm, der wie eine Fackel brannte und zeigte auf Jaqen. Er fiel nach hinten und versuchte verzweifelt von ihr wegzukommen, doch er kam nicht von der Stelle weg. Ein letztes Mal öffnete sich ihr Mund und sie schrie. „MÖRDER!“ Dann sprangen die Flammen über zu Jaqen und hüllten ihn vollkommen ein.


Schweißgebadet wachte er auf und sog seine Lungen voll mit Luft. Er keuchte und sein Kopf zuckte wild hin und her. Angriffsbereit sprang er auf, aber es war niemand da. Zitternd hinkte er zum nächsten Baum und stützte sich mit seinem schmerzenden Rücken auf ihn ab.
Er war gefallen und hatte das Bewußtsein verloren. Seine Augen wanderten hoch zu dem Abhang, den er anscheinend runtergefallen war. Jetzt wußte er auch, warum der Aufprall so lange auf sich warten lassen hatte.
Die Nacht war bereits hereingebrochen. Der Mond schien hell. Vereinzelt brachen seine Strahlen durch das Blätterdach und tauchten hin und wieder eine Stelle in fahlem Mondlicht. Die Stille, die im Wald herrschte, machte Jaqen nervös. Die Dunkelheit spielte ihm einen Streich. Aus den Augenwinkeln sah er sich bewegende Schatten. Er schloß die Augen und rutschte langsam herunter, bis er auf dem Boden saß, mit dem Rücken am Baumstamm gelehnt. Die Erinnerungen aus seinem Traum krochen hervor. Das Mädchen stand wieder vor ihm. Er riß die Augen auf.
Sein Hals war ausgetrocknet und der Hunger machte sich auch langsam bemerkbar. Sein Körper schmerzte und die zahlreichen Wunden juckten wie verrückt. Stundenlang war er durch diesen Wald geirrt. Inzwischen wußte er nicht mehr, wo er sich befand. Wahrscheinlich würde er hier elendig verhungern oder verdursten. ‚Vielleicht ist das besser so’, dachte er sich.
Jaqen starrte in die Dunkelheit und plötzlich überkam ihn wieder das Gefühl, daß etwas auf ihn lauerte. Vorsichtig stand er auf. Er mußte hier weg. Weg wovor ? Konnte er es überhaupt jemals hinter sich lassen. Das fragte er sich immer wieder, aber dennoch mußte er es versuchen. Einfach so lange wegrennen bis es ihn in Ruhe ließ oder bis er starb. Zurück konnte er nicht mehr. Warum? Er wußte es nicht. Alles war in Ordnung und lief seinen gewohnten Gang, bis heute morgen...Was war geschehen? Obwohl er sich die Frage stellte, wußte er, daß er die Antwort darauf nicht wissen wollte. Was immer es auch war, es lauerte immer noch auf ihn und wollte ihm weh tun.
....Er biß sich heftig auf die Lippe, bis sie blutete. Seine Gedanken...er mußte sie verbannen. Einfach nicht mehr daran denken.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht ging er los und machte sich auf seinen Weg ohne ein bestimmtes Ziel. Auf seinem Weg durch den Wald mußte er mehrmals innehalten. Sein Rücken schmerzte immer noch und seine Füße stolperten mehr, als daß sie gingen. Vor sich sah er eine Lichtung, die von dem Mond erleuchtet wurde. Schweren Schrittes setzte er einen Fuß vor den anderen, um noch die Lichtung zu erreichen. Plötzlich ertönte seitlich von ihm ein Geräusch. Ein Rascheln kündete davon, daß jemand sich seinen Weg durch den dichten Wald bahnte. Die Angst machte ihm einen Knoten in den Magen. Sein Herz schlug in seinen Ohren so laut, daß er das Gefühl hatte, jeder im Umkreis von zig Spannen würde es schlagen hören. Er wollte sich im Gebüsch verstecken, aber seine Beine versagten ihren Dienst und bewegten sich nicht von der Stelle. Erstarrt wie eine Salzsäule wartete er.
Ein Quieken ertönte und plötzlich rannte ein Wildschwein aus dem Gebüsch hervor und verschwand wieder in den Wald. Jaqen, der die ganze Zeit über die Luft angehalten hatte, atmete erleichtert aus. Er schloß die Augen und versuchte sein Zittern zu kontrollieren. Ein Zweig knackte hinter ihm. Sofort riß er die Augen auf und schnellte herum.
Ein Mann kam langsam auf ihn zu. „Ruhig.“, sagte er. „Ganz Ruhig.“ Der Mann kam immer näher. Das Mondlicht fiel auf seinem Gesicht und auf einmal erinnerte sich Jaqen an alles. Wie eine Lawine überrollten ihn die Erinnerungen. Schlagartig wurde ihm bewußt, wovor er die ganze Zeit weggerannt war. Er fing an zu wimmern und schüttelte den Kopf. „Nein...nein...nein!“ , sagte er immer wieder. „NEIN!“, schrie er. „Komm nicht näher!“
Der Mann blieb stehen. Er hob die Hände, um ihn zu beruhigen. „Ich will dir nur helfen, Junge.“
Jaqen starrte mit leeren Blick in den Wald. „Nein...niemand kann mir helfen. Nicht nachdem, was ich getan habe...nicht danach.“ Er wimmerte wieder. Tränen traten aus seinen Augen. „Ich wollte es nicht...“, brachte er unter Schluchzen hervor. „Ich wollte das wirklich nicht...wir haben uns gestritten. Ich weiß nicht mal mehr worüber!“ Anklagend starrte er den Mann vor sich an. „Was ist passiert ?“, fragte der Mann heiser. Lange sagte keiner was von beiden. Sie standen einfach nur da. Jaqen hatte den Blick abwesend auf den Boden gerichtet und der Mann starrte ihn mit einer gequälten Miene an.
Plötzlich begann der Junge zu sprechen. Ganz leise, so daß man genau hinhören mußte, wenn man ihn verstehen wollte. „Wir haben uns gestritten.“ Er stockte. Seine Stimme war nicht mehr als ein Krächzen. „Ich war sehr...wütend auf sie. Kann mich nicht erinnern, jemals so...so wütend gewesen zu sein...Ist schon seltsam, daß ich nicht mehr weiß, worum es in dem Streit ging.“ Er lachte leise, doch so schnell wie das Lachen kam, so schnell verstummte es auch wieder. Wieder sagte er eine Weile lang nichts. „
Alles um mich herum veränderte sich...drehte sich...alles war so anders....“ Sein Blick ging ins Leere.
„Was ist passiert?“, fragte der Mann wieder, leise aber bestimmt. „Sie hat mich ausgelacht...warum nur? Warum hat sie mich ausgelacht?“ Jaqen schüttelte den Kopf, als ob er die wieder auftauchenden Bilder verdrängen wollte. „Ich habe mich geschämt. Ich war wütend...fühlte mich verraten. Am liebsten wäre ich auf der Stelle gestorben...“ Er zögerte, bevor er fortfuhr. „Da war etwas...ich griff danach und alles um mich herum wurde unwichtig. Es schützte mich...vor dem Schmerz und doch mußte ich kämpfen. Kämpfen, um zu überleben.“
Er schaute den Mann eindringlich an, beinahe flehend. Jaqen wollte unbedingt, daß er ihn verstand. „Aber sie hörte nicht auf zu lachen. Es wurde lauter und lauter, immer lauter. Und dann...fing sie einfach an zu brennen...“
Der Mann sog tief die Luft ein. Mit der Hand fuhr er sich über das Gesicht. Beide sagten nichts und hingen einfach nur ihren Gedanken nach. Obwohl es nur ein kurzer Moment war, schien er ewig zu dauern. „Komm mit mir, Junge. Wir werden alles wieder in Ordnung bringen. Die Aes Sedai werden dir helfen. Sie können dich heilen.“
„Nein...ich kann nicht mehr zurück. Nicht nachdem...was ich...was passiert ist.“ Jaqen hob seinen Kopf und schaute seinen Gegenüber traurig an. „Ich bin verdorben. Eine Gefahr für euch alle.“ Er schloß die Augen. Seine Stimme wurde zu einem Flüstern. „Ich bin böse.“
„Wo willst Du hin? In diesem Wald wirst Du nicht lange überleben können. Jaqen, bitte sei vernünftig.“ Der Junge schüttelte heftig seinen Kopf. „Bitte, laß mich gehen. Ich will niemandem wehtun. Ich will...dir nicht wehtun. Laß mich einfach gehen.“
Er drehte sich um und hinkte auf die Lichtung zu. Plötzlich blieb er stehen und neigte seinen Kopf zur Seite. „Es tut mir leid.“, sagte er und machte sich wieder auf seinen Weg ohne ein bestimmtes Ziel.
Der Mann stand da und starrte ihm hinterher. Er hob zitternd seine Hand, als wollte er ihm zum Abschied winken. Sein Kopf senkte sich. „Ich kann nicht!“, sagte er. Dann ballte er die erhobene Hand zu einer Faust.
Ein zischendes Geräusch störte daraufhin die nächtliche Stille im Wald. Jaqen trat gerade auf die vom Mond erleuchtete Lichtung. Etwas traf ihn in den Rücken. Ein stechender Schmerz breitete sich aus. Seine Hand zuckte nach hinten, aber er erreichte die Stelle nicht. Ungläubig drehte er sich um. Weitere Pfeile kamen auf ihn zugeflogen und jeder fand sein Ziel in der Brust des Jungen. Er stand immer noch auf seinen Beinen mit dem gleichen ungläubigen Gesichtsausdruck. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, aber schließlich fiel er. Noch im Fallen wurden seine Augen glasig und er hauchte seinen letzten Atemzug aus.
Mehrere Männer bewaffnet mit Pfeil und Bogen traten hinter den Bäumen hervor. Vorsichtig näherten sie sich dem Jungen, bereit ihn bei jeglicher Regung noch mal mit Pfeilen zu spicken. Einer von den Männern hielt lediglich eine Axt in der Hand. Er ging zu seinem Freund, der immer noch mit erhobener Faust dastand und seine Augen auf den Boden gerichtet hatte. „Du hast das Richtige getan, Dondar.“, sagte der Axtträger und drückte seinen Arm nach unten. „Dir blieb keine andere Wahl.“
Dondar hob den Kopf und betrachtete die Leiche. „Ich hätte ihn ziehen lassen können, Brythe...ich hätte ihn ziehen lassen können.“, antwortete er.
Brythe schüttelte den Kopf. „Er war für sich und andere eine Gefahr. Es ist besser so, wie es geschehen ist. Er war ein Machtlenker.“, sagte er bestimmt. „Er war mein Sohn.“, erwiderte Dondar.
Beide Männer standen da und starrten auf die Leiche des Jungen. Der Blutfleck auf Jaqens Hemd wurde immer größer. Das fahle Mondlicht ließ es schwarz erscheinen.
Die anderen Männer zogen sich verängstigt zurück. Es schien ihnen beinahe so, als ob die schwarze, vom Dunklen König berührte, Seele des männlichen Machtlenkers sich von seinem Körper befreite und nach einem neuen Opfer suchte, das sie verderben konnte.







30.09.2003 18:04:10

Iscoron

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Wow!
Die Geschichte ist genial. Ich hätte nicht erwartet, dass man aus der Flucht eines männlichen Machtlenkers noch so viel neues machen kann, nachdem es ja schon einige Kurzgeschichten mit diesem Thema gab. Eine absolut gelungene Umsetzung.

Dein Schreibstil ist wirklich gut, nur ganz am Anfang bei der Beschreibung des friedlichen Waldes ist eine kleine Wortwiederhloung drin. Da schreibst du in einem Satz 2x Eichel und 1x Eichhörnchen. Ist aber nicht weiter schlimm.

Aber der Titel kommt mir irgendwie aus einem ganz anderen Zusammenhang sehr bekannt vor ... ;)

---
Entweder man kämpfte oder man ließ es sein, und es war nie ein Spiel. (Cadsuane Melaidhrin)
30.09.2003 18:45:41

Kind des Schicksals

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Geile Geschichte! Also DAS nenne ich Todessehnsucht ;)
Dein Stil gefällt mir auch gut, der Anfang erinnerte mich irgendwie an IceAge... muß wohl am Eichhörnchen und der Eichel liegen *g*
---
Je mehr Frauen in der Nähe sind, desto unauffälliger verhält sich der weise Mann
30.09.2003 19:02:11

Cypher|Darkh

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@Iscoron: Ich glaube wir kennen den Titel aus demselben Zusammenhang *gg*

@KdS: Ich muß zugeben, daß deine KGs mich inspiriert haben. Der Schüler wandelt auf den vorgegebenen Pfaden des Meisters *g*

---
Ich bin der letzte Gedanke vor deinem Tod. Ich bin der letzte Atemzug vor deinem Tod. Ich bin der letzte Schmerz vor deinem Tod. Ich bin...dein Tod.
30.09.2003 19:42:15

Barid Cham Aellinsar

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Also auch wenn du dir wohl mehr konstruktive Kritik erwarten würdest, kann ich nicht wirklich etwas bemängeln. Die Geschichte ist einfach toll!
Es gibt wirklich nichts von meiner Seite her an ihr auszusetzen.

MfG Barid

PS: Willkommen in der FAV ;)

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"I am not so lost to custom yet as to bond a man against his will. Not quite yet." - Alanna
01.10.2003 12:56:19

Nebelleuchte

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Oh Mann, ich frage mich wie lange die FAV wohl bestehen wird, jetzt wo wir schon ZWEI Mitglieder mit todessehnsucht haben *ggg*

@KG:
Es ist wie Barid sagt, man kann nichts bemaengeln!

HOCHACHTUNGSVOLL
Eric Caytlin - die Nebelleuchte, Behüter von Rashima Aes Sedai
Mitglied in der FAV
04.10.2003 12:41:41

aria

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echt klasse die geschichte! besonders der schluß gefällt mir!eigentlich erwartet man das der kleine abhauen kann, aber es erwischt ihn doch! war ganz überrascht!
cool!

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geschichte ist die lüge auf die man sich geeinigt hat.
04.10.2003 21:45:29

Nocturna

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ich fand an deiner geschichte mehrere sachen besonders gut:
1. die idyllische beschreibung am anfang
2. den moment, als das mädchen beginnt, zu verbrennen (genial!)
3. natürlich den grandiosen schluss.

manchmal hast du etwas den bezug verloren, z.b.
"Das Vogelgezwitscher verwandelte sich in tosendes Gekreische. Sie flatterten wie wild aus den Bäumen hervor...."
du meinst wohl die vögel, aber das ergibt sich aus dem "sie" nicht.

und dann noch ein paar kleinigkeiten, wie
"Er mußte hier weg. Weg wovor?"
das hat mich leicht verwirrt. vielleicht hätte "Weg wovon?" oder etwas ähnliches besser gepasst.

ein paar unrelevante schreibfehler sind noch drinnen. wer hat denn das korrigiert? *g* meistens aber so fall-fehler wie dem und den. weisst schon, der feldbusch-effekt lol

AAAABER insgesamt muss ich sagen, dass deine story echt spannend, überraschend und auch gewitzt ist. dein eichhörnchen hat mich übrigens stark an meine ratte erinnert. ich mag solche kleinen einschübe, die unbekümmertheit demonstrieren, die die hauptchars meistens nicht teilen können...






---
In the rays of the sun, I am longing for the darkness
04.10.2003 22:28:14

Cypher|Darkh

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@Nocturna: Ehrlich gesagt, ich war selbst der Korrekturleser. Hab die KG in meiner Mittagspause fertig getippt. Wußte, daß ich Schreibfehler drin hab, aber beim Lesen hat sich ein Kollege neben mich gesetzt und er dachte, daß er die KG mir laut vorlesen müßte, in einem nasalen Tonfall und einem undefinierbaren künstlichen Akzent. Das hatte zur Folge, daß das Korrekturlesen ins Wasser fiel und ich die KG einfach abgeschickt hab. *gg*

Bei der nächsten KG laß ich mir mehr Zeit. ^^

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Everything ripped apart in a New York Minute...I am a man with nothing to lose
04.10.2003 22:46:04

Nocturna

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jaaa, stress dich mal net. is doch trotzdem ne klasse geschichte! war ja keine inhaltliche kritik. verschreiben tut sich jeder mal, v.a. wenns schnell gehn soll

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In the rays of the sun, I am longing for the darkness
02.11.2003 22:03:11

Mierin

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wow, wirklich coole geschichte, besonders der schluss gefällt mir

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Es qvod eram, eras qvod eo..
14.09.2010 21:26:36

Zuzan al`Dai

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Die Geschichte ist gut. Man will auch so schreiben können.
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