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Geschichte der Aes Sedai und der Weißen Burg

Das Zeitalter der Legenden und die Zerstörung der Welt

Im Zeitalter der Legenden hatten sich die Machtlenker (beiderlei Geschlechts) aufgrund ihrer Gaben dem höchsten Dienst an der Menschheit verschrieben. Ihnen wurde mit Achtung und Respekt begegnet und man nannte sie Aes Sedai – „Diener aller“. Ihr Symbol war ein durch eine gewundene Linie getrennter, halb weißer und halb schwarzer Kreis.
Die Aes Sedai hatten sich der Verbesserung der Welt geweiht, wozu sie all ihre Gaben ausnutzten. Es ist aber zu bemerken, dass die Machtlenker im Zeitalter der Legenden häufig Berufungen folgten, die kaum etwas oder gar nichts mit der Einen Macht zu tun hatte.
Musste zur Erfüllung einer Aufgabe ein Zirkel gebildet werden, so wurden diese Aes Sedai vom Saal der Diener abberufen.
Es gab aber auch Berufe, die nahezu ausschließlich von Machtlenkern ausgeübt wurden: Heilungen, Mienenarbeiten und bestimmte Wissenschaften wurden stark von den Aes Sedai dominiert.
Die Aes Sedai besaßen durch den schon erwähnten Saal der Diener eine interne Herrschaftsstruktur: Dieser beaufsichtigte und führte die Machtlenker; er erstellte die Regeln für die Aes Sedai und machte sie geltend. Der Führer der Aes Sedai selbst wurde als „Erster der Diener“ angesprochen und hatte den Hochsitz inne.
Während der Saal der Diener in kleineren Orten häufig bei einem Machtlenker zu Hause tagte, war der Saal der Diener in den größeren Städten meist ein beeindruckendes Gebäude.
Der Hauptsaal der Diener befand sich in der Hauptstadt Paaran Disen.

Trotz der nahezu unvorstellbaren Leistungen, die die Aes Sedai im Zeitalter der Legenden vollbrachten, litten viele der Machtlenker an den natürlichen Einschränkungen durch die Trennung von Saidar und Saidin. So kam es zu der unheilvollen Bohrung, mit der das Gefängnis des Dunklen Königs offen legte.
Von nun an mussten die Aes Sedai ihre Gaben nicht nur zum Nutzen der Menschheit einsetzen, sondern auch zur Kriegsführung: Luft, Wasser, Erde, Feuer und Geist entfalteten verheerende Kräfte, die ihren Höhepunkt im Entdecken des Baalsfeuers fanden.
Auch Sa’angreale wurden einzig unter dem Gesichtspunkt des Kampfes hergestellt (z.B. Callandor oder die Choedan Kal).
Der Krieg führte auch zu massiven Meinungsverschiedenheit innerhalb der Aes Sedai. Die wohl weitreichenste war die sogenannte „schicksalhafte Übereinstimmung“, mit der sich die weiblichen Aes Sedai unter der Führung von Latra Posae Decume gegen den Plan von Lews Therin Telamon wandten, der vorsah, das Gefängnis des Dunklen Königs mit sieben Siegeln zu verschließen.
Letztendlich setzte Lews Therin Telamon seinen Plan ohne Unterstützung weiblicher Aes Sedai um – und der Gegenschlag des Dunklen Königs belegt Saidin mit einem Makel.
Damit begann die Zerstörung der Welt.
Obwohl der Verfall in die Barbarei unausweichlich war, bewahrte sich die Zivilisation und auch die Aes Sedai in den ersten Jahren nach dem Schlag gegen Shayol Ghul ihren Zusammenhalt: Latra Posae übernahm die Führung und errang den Namen Shadar Nor – „Schleiferin des Schatten““. Auch andere – für die weitere Geschichte noch wichtigere – Entscheidungen wurden im Saal der Diener getroffen (z.B. die Schaffung des Auges der Welt oder die Entsendung der Aiel).
Doch als die Zerstörung der Welt immer weiter fortschritt, zerbrach auch die Organisation der Aes Sedai und letztendlich stand jede Machtlenkerin für sich allein und musste als Einzelperson oder – wenn sie Glück hatte – in einer kleinen Gruppe die nötigen Aufgaben übernehmen, wie das Ausbilden von Mädchen, die die Fähigkeit besaßen Saidar zu lenken, oder das Unschädlichmachen der wahnsinnigen männlichen Machtlenker.
Als die Hauptzerstörung vorüber war, hatten die (nun nur noch weiblichen) Aes Sedai anstelle einer großen Organisation viele kleinere Gruppen gebildet, von denen sich jede als unabhängig betrachtete.

Die Gründung der Weißen Burg

Im Jahr 47 NZ trafen die Abgesandten von 12 großen Aes Sedai Gruppen sowie einigen kleineren Gruppen zusammen, um zu einer großen Organisation zusammen zu finden. Die Namen der Vertreterinnen der 12 bedeutenden Gruppen wurden überliefert: Elisane Tishar, Mitsora Caal, Karella Fanway, Azille Narof, Saraline Amerano, Dumera Alman, Salindi Casolan, Catlynde Artein, Biranca Hasad, Mailaine Harvole, Nemaira Eldros und Lideine Rajan.
Zwar gelangten die Frauen nicht zu einem einstimmigen Entschluss was den Zusammenschluss zu einer großen Organisation anging, doch eine andere bedeutende Entscheidung wurde getroffen: Den Bau der Stadt Tar Valon und der Weißen Burg.
Der Bau wurde 98 NZ begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es Elisane Tishar – dem ersten Amyrlin-Sitz – gelungen, eine wegweisende Organisation aufzubauen: Ein Saal der Burg war gewählt worden, und auch ein Konzil der Sieben als „engste Berater des Amyrlin-Sitzes“ wird erwähnt. Die Vorstufe der bekannten Ajah war erreicht.
Von nun an ging die Weiße Burg rücksichtslos gegen Machtlenkerinnen (und andere Frauen) vor, die „vorgaben Aes Sedai zu sein“. Zu diesen gehörte in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts NZ auch jene Gruppen von Machtlenkerinnen, die am Treffen des Jahres 47 NZ teilgenommen hatten, sich dann aber doch nicht der Weißen Burg angeschlossen hatten.
So ist von Lideine Rajan und Mailaine Harvole bekannt, dass sie mit Dämpfung bedroht wurden, bis sie sich der Weißen Burg unterordneten.
Seit diesen Kämpfen gab es bis zur Spaltung der Burg im Jahr 999 NÄ keine (offiziellen) kriegerischen Auseinandersetzungen unter den Aes Sedai.

Beim Bau von Tar Valon selbst griffen die Aes Sedai nicht ein, sondern ließen den Steinmetzen der Ogier freie Hand, wodurch die noch heute zu bewundernden Gebäude mit organischen Formen entstanden sind.
Einzig die Weiße Burg selbst wurde von den Machtlenkerinnen selbst entworfen: Der Weiße Turm, der dreihundert Fuß Durchmesser und eine Höhe von fünfhundert Fuß misst, ist nicht nur das größte Gebäude seit dem Zeitalter der Legenden sondern auch eines der beeindruckendsten.
Insgesamt dauerte der Bau Tar Valons und der Weißen Burg einhundertvier Jahre – von 98 NZ bis 202 NZ. Am Ende stand die erste Hauptstadt seit der Zerstörung der Welt und die Machtzentrale der Aes Sedai.

Die Politik der Weißen Burg seit der Gründung

Im Gegensatz zu den Aes Sedai des Zeitalters der Legenden, die zwar zeitweise großen Einfluss auf die Weltpolitik aber niemals die gesamte Führung inne hatten, legte die Weiße Burg von Anfang an Wert darauf, die Geschicke der Mächtigen zu lenken:
Nahezu jeder noch so unbedeutende Herrscher seit der Zerstörung der Welt besaß eine Aes Sedai Beraterin (wenn diese auch häufig vor der Bevölkerung verheimlicht wurde). Es ist dabei allerdings zu bemerken, dass eine Aes Sedai Beraterin nicht in erster Linie dem Herrscher dient, sondern der Weißen Burg.
An nahezu allen wichtigen (und vielen unwichtigen) Entscheidungen in den drei Jahrtausenden seit der Zerstörung der Welt waren die Aes Sedai beteiligt und hatten sie in nicht seltenen Fällen selbst in die Wege geleitet. Das wohl herausragendste Beispiel hierfür ist der Pakt der Zehn Nationen.
Doch auch Aes Sedai und selbst Amyrlins sind nicht vor den Tücken der Machtgier gefreit und so kam es nach katastrophalen Fehlentscheidungen zu zwei bekannt gewordenen Dämpfungen von Amyrlins: Die erste Amyrlin, die gedämpft wurde, war Tetsuan, von der behauptet wird, sie hätte Manetheren untergehen lassen, weil sie neidisch auf die Macht von Eldrene war. Bonwhin, die zweite gedämpfte Amyrlin, hat die Burg beinahe zur Vernichtung geführt, als sie versuchte Falkenflügel zu lenken und damit scheiterte.
Eine dritte gedämpfte Amyrlin ist Siuan Sanche. Doch diese Dämpfung hat eine Spaltung der Burg ausgelöst und die Folgen dieser Entwicklung dauern noch immer an. Inzwischen gibt es zwei Amyrlins – Elaida a’Roihan und Egwene al’Vere – die sich beide bekriegen. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Weiße Burg sich von dieser Spaltung jemals erholen wird.

Doch schon vor dieser Spaltung gab es (wenn auch vor der Öffentlichkeit verborgen) innerhalb der Burg immer wieder Konflikte. Diese fanden häufig ihre Ursache in dem ständigen Machtkampf des Burgsaales mit der Amyrlin sowie der Konkurrenz der unterschiedlichen Ajahs.
Zwar gilt der Amyrlin-Sitz – von anderen Aes Sedai respektvoll „Mutter“ genannt – als die eigentliche Führerin der Machtlenkerinnen und der Burgsaal „nur“ als ihre Berater, doch in Wahrheit besteht zwischen beiden ein ständiger Machtkampf.
Manchen Amyrlins war es durch reine Willenskraft gelungen, den Saal unter Kontrolle zu halten (z.B. Sereille Bagand), anderen durch das geschickte Ausspielen einer Partei gegen die andere (z.B. Gerra Kishar). Aber es gab auch Amyrlins wie Shein Chunla, die vor fast vierhundert Jahren abgesetzt worden war und nach der Aufdeckung ihres vierten Planes, sich wieder auf den Amyrlin-Sitz zu bringen, erstickt wurde.
Die Meuterei gegen Shein war in der Geschichte der Weißen Burg nur eine von immerhin sechs, von denen aber keine an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Selbst innerhalb der Burg wissen nur die wenigsten Aes Sedai von dieser Wahrheit.

Die Weiße Burg und andere Machtlenkerinnen

Es heißt, eine Frau ist erst dann mit der Weißen Burg fertig, wenn die Weiße Burg mit ihr fertig ist.
Das wohl deutlichste Beispiel das das bedeutet, eine Machtlenkerin wird niemals fertig mit der Weißen Burg sein, bilden die Kusinen.
Immer wieder gibt es Frauen, die den Ansprüchen der Weißen Burg nicht gerecht werden, und die dann aus der Burg gewiesen werden. In den Trolloc-Kriegen schlossen sich viele dieser Frauen in Barashta (in der Nähe des heutigen Ebou Dar) zu den Kusinen zusammen, die mit der Zeit auch dazu übergingen, Ausreißerinnen der Burg aufzunehmen. Obwohl die Burg normalerweise gegen solche Vereinigungen von Machtlenkerinnen vorging und sich stets bemühte, Ausreißer wieder einzufangen, wurden die Kusinen in Ruhe gelassen.
Grund hierfür war nicht – wie die Kusinen annahmen – das die Aes Sedai nichts über sie wussten, sondern dass sie vielmehr zur Überzeugung gelangten, dass es sinnvoll sein könnte, eine solche – um Unauffälligkeit bemühte – Organisation bestehen zu lassen, da man nun neun von zehn Ausreißer wieder einfangen konnte, die sich auf dem Weg zu den Kusinen befanden. Zudem konnte die Weiße Burg sicher sein, dass jene Ausreißerinnen, die es bis zu den Kusinen geschafft hatten, von diesen dahin gehend erzogen wurden, niemals ein schlechtes Licht auf die Aes Sedai zu werfen und die eigenen Fähigkeiten gut zu verbergen.
Kürzlich erfolgte offene Kontakte zwischen Aes Sedai und Kusinen machten allerdings deutlich, dass die Aes Sedai doch nicht soviel wussten, wie sie annahmen.

Außer den Kusinen (und den Machtlenkerinnen aus Seanchan) gibt es noch zwei weitere große Organisationen von Machtlenkerinnen: Die Windsucher der Atha’an Miere und die Weisen Frauen der Aiel.
Beide Organisationen haben eine gänzlich unterschiedliche Hierarchie als die Weiße Burg und in beide sind auch Nicht-Machtlenkerinnen eingegliedert.
Während sich die Aiel nie Sorgen machen mussten an die Weiße Burg gegliedert zu werden – als Moiraine das Geheimnis der Weisen Frauen erkannte, war die Weiße Burg bereits mit anderen Problemen beschäftigt – versuchten die Windsucherinnen der Entdeckung dadurch zu entgehen, dass sie einen bestimmten Prozentsatz an Machtlenkerinnen freiwillig zur Weißen Burg schickte, um keiner Aes Sedai den Grund zu geben, Nachforschungen anzustellen.

Die Amyrlin Egwene al’Vere weiß jedoch von allen Machtlenker-Organisationen und hegt den Plan, alle mit der Weißen Burg zu verbinden – nicht über Zwang, sondern über Bündnisse. Nur die Zeit wird zeigen, welche Erfolge sie erzielt.


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