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Navigation: » RdZ-Forum » Meine Eindrücke bis zum 4. Buch der englischen Fassung [ 1 2 3 4 ]

Beitrag Nr. 1
12. Taisham 06, 14:07

Mulehead
Rang: Bettler

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Servus,

ich lese gerade die letzten Seiten des 4. Buches (englische Fassung), also etwa 9. Buch deutsch.

Nach dem ersten hab ich mir noch alle Bände der englischen Reihe zugelegt, (damals 9). Aber auf die Dauer weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Einerseits schreibt er echt gut, andererseits gehts mir langsam echt auf die Nerven, denn ich habe selten eine prüdenere bzw. klischeebeladenere Story gelesen, die zahllosen Wiederholungen stören den Lesefluss, ein Fortkommen der Geschichte scheint mir nicht gewünscht.

Täusche ich mich, oder haben wir es bei Robert Jordan mit einem unglaublich weltfremden, prüden Menschen zu tun? Sein Profil weist da ja schon darauf hin (Photo, Südstaaten, etc.).

Seine Charaktere sind in meinen Augen auch etwas arg einseitig geraten. Die Geschichte ist global gesehen das übliche Gut und BöseSchema, wobei natürlich in den Details der große Unterschied liegt. Sein Schreibstil ist nicht schlecht, äußerst ausführlich und bildgewaltig.

Ein großer Unterschied zu allen bislang gelesenen Autoren: Im Gegensatz zu diesen versucht Jordan nicht, die Handlung in max. 1000 Seiten voran und unterzubringen, sondern beschreibt wirklich jedes kleinste Detail und wiederholt das oft auch noch an x weiteren Stellen nochmal.

Klar die Verwicklungen der aufretenden Personen ist nicht schlecht, wenngleich man sich oft in Erinnerung rufen muß, daß "taveren" der Grund ist, warum sie sich immer und immer wieder an allen Ecken der Welt treffen (z.B. Bayle Domon, Egeannin, bestimmt auch die Seemenschen und viele andere).

Meine Hauptkritikpunkte:
Zum Beispiel Prüderie:
  • Wenn mir jemand nackt entgegen kommt (ohne einer Gefahr ausgesetzt gewesen zu sein), dann bemerke ich i.d.R., ob das was ich sehe mir gefällt, gar weitergehend anregend ist oder eher zu der Kategorie "Augenbluten" gehört. Hier null: Keine Anspielungen der angeblich doch hin und wieder schelmischen Charaktere; keine Angabe, ob sich das alterlose Aussehen einer Aes Sedai auch unterhalb des Kragens fortsetzt; nichts.

  • Im ganzen Buch haben die Liebespaare nur reine Liebe zueinander, die sich wenn die Gefühle mal überhand nehmen dann nur Händchenhalten, Umarmungen und verstohlenen Küßchen hingeben. Nach der Ehe ploppen dann ein paar Kinder aus der werdenden Mutter und fertig. Wahrscheinlich muß der Heilige Geist auch hier die Tatsachen erledigen.

    Zum Beispiel Klischees:
  • Ich weiß nicht, wie oft ich nun schon gelesen habe, daß die Männer die Frauen und die Frauen die Muleheads, Musclebrains, etc. nicht verstehen. Es soll wohl lustig sein, aber es wirkt schlicht nur plump. Trotzdem wird drauf rumgeritten und ständig wiederholt, daß es einen nicht mehr nur langweilt, sondern regelrecht nervt, so weltfremd ist das.

  • Die eisenharten "Warders", die zu keiner Gesichtsregung fähig sind und perfekte Tarnkleidung besitzen;

  • die klugen Spielleute, die so unglaublich flinkfingrig und kampffertig sind (schon mal einen Dolch aus dem Nichts kommen lassen davon noch mehrere?);

  • die Bauernjungen, die mit ihren Stäben einem erfahrenen Kämpfer das fürchten lehren (jojo, Mat ist taveren, aber ein Warder lehrt das auch die Schüler);

    Zum Beispiel Plausibilität:
  • Die "Childrens of the light" greifen in einen Kampf von Bürgern gegen Trollocs nicht ein, weil der Anführer wahnsinnig ist. An einem anderen Ort ist der Anführer schlicht dem Bösen verfallen und auch hier ergreifen die Childrens offensichtlich die falsche Partei. Theoretisch müßte es in den unteren Rängen der Befehlskette zu Ansätzen von Verwirrung oder gar dem Credo folgenden Handlungen (Verpetzen, Nachfragen, Eigenmächtigkeiten) kommen. Es interessiert die ach so im Lichte des Guten stehenden aber gar nicht... scheinbar nur ausführende Soldaten, denen die Gehirnwäsche das eigenmächtige Denken bis ins letzte ausradiert hat.

  • Die Aiel sind wohl neben dem "Two Rivers"Volk die erklärten Lieblinge des Autors. Sie leben in einer absolut trockenen und glühendheißen Wüste, sind allerdings trotz der Jahrtausende dort sehr groß gewachsen (2 Meter) und blond bis rothaarig mit hellen Augen, und haben me blaue/helle Augen. Sie sind perfekte Kämpfer und haben eine Laufschnelligkeit und Ausdauer, die Pferde übertrifft. Überhaupt sind sie den "Wetlandern" in so ziemlich allem überlegen. Nur schwimmen können sie nicht.

    Sie kämpfen mit Buckler und den bis zu 5 mitgeführten Kurzspeeren bzw. Händen und Füßen. Wo man die Speerschäfte (sollten gerade gewachsenes Holz sein) herbekommt, bleibt unerwähnt. Gleichfalls, woher die Kohle stammt, um das Eisen zu Klingen zu formen. Verhüttung und Erzgewinnung bleibt ebenfalls unerwähnt.

    Sie reisen zu hunderten und tausenden unter tags durch diese Wüste, wo andere nur binnen Tagen sterben würden und haben nie Probleme ausreichend Wasser zu finden. Bücher sind dort ebenfalls nicht ungewöhnlich (man fragt sich was war zuerst da: Das Lesen oder das Buch?). Sie besitzen große Schaf und Ziegenherden, um die auch gerne mal gekämpft wird.

  • TwoRiversVolk, welches in deutlicher Unterzahl anstürmenden TrollocHorden (3 Meter groß, 1,25 breit) standhält aber klar: sind ja unerfahrene Kämpfer und perfekte Langbogenschützen ...

  • Silk, also Seide scheint das normalste der Welt zu sein. Jedenfalls scheint es der beliebteste Stoff der Protagonistinnen zu sein.

  • Charaktere treffen sich immer wieder. Der Hinweis auf das taveren und das pattern genügen mir nicht, da es in meinen Augen nicht als Grundlage dient.

    Charaktere
  • Darüberhinaus sind Typen wie Bayle sehr unglaubwürdig: Zuerst einsamer Flußschiffer, dann in Tanchico innerhalb kürzester Zeit einer der größten Kaufleute. Konkurrenzlos gut sozusagen?

  • Gleeman Thom kennt sich überall in der Welt aus und scheint trotz seines Alters ein begnadeter Kämpfer zu sein.

  • Interessanterweise sterben schon mal leicht ausführlicher genannte Charaktere nicht. Wenn Perrin Aybara seine Gefallenen im Kampf um Emonds Field aufzählt, dann sind das ausschließlich bislang ungenannte Personen. Besonders deutlich bei den Tuatha`an, die von Trollocs angegriffen wurden und die theoretisch allesamt keine Überlebenschance gehabten haben dürften und dennoch in der Lage waren, sich nach Emonds Field durchzuschlagen.

    Zum Beispiel Fortschritt der Geschichte:
  • Das offenbart sich mir in den Previews im vierten Band. Schon allein da wurde ich sehr skeptisch, ob ich da nichts besseres an epischer Länge zu lesen habe (z.B. Stephen Kings Dark TowerReihe), wo Spannung, Fortschritt und Abschluß der Handlung abzusehen sind.


    ---
    Wer Dreibuchstaben zum Freund hat braucht keine Feinde mehr.

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  • Beitrag Nr. 2
    12. Taisham 06, 14:21

    Priapismus
    Rang: Trolloc

    Benutzer-Avatar

    Thema Prüderie: Ohne zu spoilern, doch mat, Rand & Co vögeln in den weiteren Bänden eigentlich ordentlich rum, außerdem les ich keine phantasy um irgendwelche sex szenen zu haben, desweiteren ist das ja trotz allem ne mittelalterliche Welt, und jedes Land hat seine eigenen Werte, Normen, zb. Shienar, mit den Badehäusern (was sehr lustig ist), daher ist es meiner meinung nach vollkommen glaubwürdig.

    Außerdem hat Mat einige besondere Begabungen weswegen er die Behüter platt macht....Mist, fast schon gespoilert....egal....


    ---
    Priapismus

    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 3
    12. Taisham 06, 14:27

    Daved Hanlon
    Rang: Schattenlord

    Benutzer-Avatar

    Ich glaube die sachen, die du angesprochen hast, sind auch die, die die meisten rdzleser am meisten stören. Doch vergisst du dabei die schönen dinge von rdz.
    Die für mich sind, das es eine einfache unendliche geschichte werden wird, dessen ende man nicht mehr erleben wird. ich hasse enden von büchern immer.

    gut, thema prüderie,liegt bestimmt einerseits an denen von dir erwähnten dinge wie jordans herkunft. aber ich denke, er versucht auch, die Einstellung, verglichen zu unserer welt in einem ähnlichen entwicklungsstand, ordentlich darszustellen. damals liefen sie auch nicht nackt rum und erfreuten sich hemmungslose sex. Aber du hast recht, diese prüderie nervt manchmal.

    So, ich werde später mehr schreiben, muss jetzt in die uni. aber das musste ich erstmal loswerden.


    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 4
    12. Taisham 06, 14:50

    Mulehead
    Rang: Bettler

    Benutzer-Avatar

    Nun, das mit der endlosen Geschichte hat spätestens ein Ende, wenn der Autor verstirbt und keiner weitermacht. Abgesehen davon gehört das Ende zu einer jeden Geschichte. Ich will wissen wie es weitergeht und nicht immer wieder dieselben Phrasen zu lesen.

    Mats Begabung ist klar, daher mein Hinweis, daß die Warder explizit drauf hinweisen, daß Farmerboys mit ihren Stäben so gefährlich sind.

    Zum Thema Sex: Gehört für mich zum Leben dazu. Er muß nicht ausführlich in allen Details beschrieben werden, und kaum ein anderer Autor machte bislang so einen weiten Bogen drumrum. Aber hin und wieder eine kleine Erwähnung würde dem ganzen ein realistischeres Bild geben. Die komplette Abwesenheit macht das ganze schlicht unglaubwürdig. Aber vielleicht wird das später tatsächlich besser.

    Wie sieht es denn mit den anderen Kritikpunkten aus?

    An und für sich bin ich wahrscheinlich im falschen Forum, da sich hier nur die harten Fans tummeln werden. ;)
    ---
    Wer Dreibuchstaben zum Freund hat braucht keine Feinde mehr.

    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 5
    12. Taisham 06, 16:48

    Daved Hanlon
    Rang: Schattenlord

    Benutzer-Avatar

    Charaktere

    Darüberhinaus sind Typen wie Bayle sehr unglaubwürdig: Zuerst einsamer Flußschiffer, dann in Tanchico innerhalb kürzester Zeit einer der größten Kaufleute. Konkurrenzlos gut sozusagen?


    Gleeman Thom kennt sich überall in der Welt aus und scheint trotz seines Alters ein begnadeter Kämpfer zu sein.


    Interessanterweise sterben schon mal leicht ausführlicher genannte Charaktere nicht. Wenn Perrin Aybara seine Gefallenen im Kampf um Emonds Field aufzählt, dann sind das ausschließlich bislang ungenannte Personen. Besonders deutlich bei den Tuatha`an, die von Trollocs angegriffen wurden und die theoretisch allesamt keine Überlebenschance gehabten haben dürften und dennoch in der Lage waren, sich nach Emonds Field durchzuschlagen.


    also, zu bayle, da entweder hast du es überlesen, oder es kommt noch. das wird schon noch geklärt, warum er so erfolgreich dabei ist. kannst dazu ja mal schreiben, auf was für nem wissenstand du bist.

    zu thom, das ist so ne sache, aber musst du auch anscheinend weiterlesen. der mann ist echt. weit rumgekommen.

    zum letzten punkt kann ich nicht soviel sagen, ist halt einfach so. wirklich traurig ist es halt einfach nicht. obwohl ich an sowas nicht die güte eines zyklus messen würde.


    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 6
    12. Taisham 06, 17:23

    beagel
    Rang: Auserwählter

    Benutzer-Avatar

    du spielst bestimmt auf die szene an wo rand in moiraines zimmer stürmt. es wird gesagt das er geschockt ist und nie so an moiraine gedacht hat. vergleiche es mit deiner mutter, wenn dir das mit ihr passiert wirst du auch nicht hinsehen, und an das was du gesehen hast möglichst nicht denken. wenn man sich vorstellt das rand und co in ihrem alter auf einem wissensstand sind den in unserer welt 14/15 jahrige haben, dann isses vielleicht verständlich. zwar ein wenig realitätsfremd (gesellschaftsform des mittelalters oder des absolutismus, aber gesellschaftliche normen der jahrhundertwende), aber nicht wirklich störend. besonders wenn man später sieht wie sich rand und co als wirklich erwachsene verhalten.

    ich persöhnlich finde das die geschichte sich nicht wiederholt, die problematiken vielleicht ja (mehr oder weniger immer das umgehen mit macht, oder verantwortung), aber alleine in den ersten 4 bänden geht es um die weltfremden bauern die in die große welt kommen, und tief hineinverstrickt werden, dann darum einen wichtigen gegenstand wiederzubeschaffen, und wenn man ihn gefunden hat taucht eine neue bedrohung auf, von der man nichts wusste. im dritten dann darum wie rand sich gegen sein schicksal wehrt (was auch schon davor kommt), jetzt aber mit aller macht von ihm vorwärts getrieben wird, ausserdem geht es darum wie rand mit seiner rolle umgeht, das gilt auch für die anderen. im vierten dann geht es um rands herkunft, um seine wahre heimat (er lebt sich ja sehr leicht ein), bzw darum wie perrin mit den ereignissen umgeht, die in in diese position spülen. natürlich nicht wirklich realistisch (ich sag mal nur magie, "vererbte" erinnerungen, zufall), es geht in fantasy aber nicht um realität sondern um geschichten und um problematiken.

    was die seide angeht: wenn man bedenkt das bestimmt die hälfte aller seevolkschiffe nach shara und zurück segelt, und die athan miere so zahlreich sind wie die aiel, dann ist es kein wunder das genügend seide verfügbar ist, und ihre verteilung ist auch nicht unnormal, in den bauerndörfeern besitzt man nichtmal einen schal, ind den städten vielleicht mal ein kleid aus seide, die reichen und adligen besitzen den großteil ihrer gaderobe in seide. wenn du zurückdenkst wieviele kleider die mädchen von amalysa bekommen, da sind ne handvoll je mädchen. und auf reisen haben die frauen dauernd die gleichen kleider an, wenn sie sich umzeiehen wird das ja immer besonders hervorgehoben.


    ---
    Light help us! Light help the world! He lies in the snow and cries like the thunder! He burns like the sun!

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    Beitrag Nr. 7
    13. Taisham 06, 10:23

    Tengrist
    Rang: Jäger

    Benutzer-Avatar


    Ich verstehe deine Kritik zum Teil gut. Die Geschlechterunverständnis gerade Nynaeve, die Jordan für meinen Geschmack zu sehr zur Oberzicke hochstilisiert.
    Da scheiden sich die Geister. Viele finden das bestimmt lustig, weil sie unsere Welt da besonders gut wiedererkennen. Wer kennt nicht den Spruch: "Frauen! Es geht nicht mit ihnen, es geht nicht ohne sie!"
    Aber klar, mich nervts auch etwas, wenn z.B. Nynaeve und Elayne sich über Seiten anzicken und nix passiert.
    Oder immer wieder der Passus: "Ihr Blick hätte Löcher in Stein gebohrt" und dergleichen.

    Warum ich trotzdem inzwischen RdZJunkie bin, liegt dran, dass immer neue Wendungen auftauchen, und Jordan so einiges an Handlungssträngen langsam, aber gezielt aufbaut. Z.B. Lord Luc...Da hat er was aus dem allerersten Band aufgegriffen. Ich hoffe sehr bin grad bei Bd.13 d. dt. Fassung das enthüllt sich bald.

    Ich finde wie einige meiner Vorredner auch, dass man an Fantasy keine allzu hohen Ansprüche in puncto Realismus stellen darf. Die Aiel werden irgendwie schon an Holz für ihre Speere rankommen. Und an Eisen. (Auch Wüstenvölker unserer Welt haben Eisenwaffen gehabt)

    Und klar, ich hoffe auch wenn ich dann nen üblen Entzug durchmachen muss Jordan erzählt die Geschichte zu Ende und schreibt nicht noch 50 Bände. Dann wäre irgendwann die Luft draußen. Irgendwann bricht Tarmon Gai'don an, das ist ja klar, aber wie das alles...Das machts weiterhin spannend.


    ---
    Quod licet Iovi, non licet bovi

    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 8
    13. Taisham 06, 11:33

    Barid Cham Aellinsar
    Rang: Saurer Hering

    Admin-Avatar

    Von 50 Bänden kann ja ohnehin nicht die Rede sein. Nach Knife of Dreams (11) das im deutschen ja höchstwahrscheinlich zu Band 30/31 (eigentlich ja 29/30 Neuer Frühling gehört da nun wirklich nicht hin) soll nur noch ein Buch kommen. Zugegeben, es bleibt noch einiges zu erzählen, und vielleicht werden es trotzdem 13 Bücher (was ich persönlich ja glaube 13 is einfach RJs Zahl ^^), aber bei dem Tempo das er in KoD vorlegt, denke ich, dass er es wirklich bald beenden wird.
    Also sollten alle Ängste, von wegen er könnte sterben bevor er es fertig schreibt, unbegründet sein.

    Zum Thema Rumgezicke, Gelaber und wenig Fortschritt in der Handlung:

    Das ist ein Punkt, bei dem ich nie so recht mit anderen übereinstimmen konnte. Selbst ziemlich handlungsarme Bücher (denke da irgendwo an 2325 oder 27 glaub ich) fand ich persönlich trotzdem immer spannend. Na gut, es fanden keine großen Schlachten statt oder wichtige weltbewegende Ereignisse. Dafür erfährt man immer wieder einiges von den Hintergründen der Welt des Rades. Warum macht Person A gerade jetzt das? Welche Motive? Wie wirkt sich das Ereignis B aus Band xy auf die Menschen aus? Wie beeinflusst das nun die Handlungen der Hauptchars?
    Solche Dinge sind natürlich nicht so actionreich, aber ich finde sie nicht weniger wichtig. Das macht ja gerade die Atmosphäre aus. Es geht um das drumherum mindestens genausoviel wie um die Handlung selbst. Erst diese Fülle an Details machen die Welt so lebendig und ziehen einen beim Lesen in sie hinein.

    Natürlich bin ich jetzt ein... wie hattest du es formuliert? ... harter Fan, aber doch nur, weil gerade diese Fülle an Informationen, das "forshadowing" von Ereignissen in frühen Büchern des Zyklus, die Schönheit von Beschreibungen (gut, das leidet natürlich unter der Übersetzung, aber deshalb les ich es ja auch im Original), etc. den Zyklus erst ausmacht. Und am Ende eines jeden (englischen) Buches kommt ja auch nocheinmal ein Höhepunkt in der Spannung & Action, so dass man für ein paar hundert Seiten von politischen Intriegen und dem immer wiederkehrenden "Röcke glattstreifen", "böse Blicke austeilen", etc. entschädigt wird...

    @Mulehead: Wenn du die ersten 9 Bände hast, dann lies sie doch fertig. Da hast du zwar mit garantie Passagen drin, die du nicht mögen wirst, wenn du die eigene "Spannung" in diesen "Zicken"passagen nicht erkennst, aber gerade das Ende von Band 9 finde ich ja zum Beispiel ist die beste Stelle im ganzen bisherigen Zyklus...


    ---
    „I thought you saidar-ed it.” - Mat Cauthon

    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 9
    14. Taisham 06, 18:44

    Mulehead
    Rang: Bettler

    Benutzer-Avatar

    Hm, mal sehen. Vielleicht les ich wirklich weiter. Ich werd auf jeden Fall mal eine Pause machen und die Dunkle TurmReihe von King lesen (schon begonnen).

    Im Gegensatz zu Jordan fühle ich mich nicht wie in einer Erzählung aus den Anfängen der USamerikanischen Literatur. Denn mit Jordans äußerst klischeehaften Geschlechterbild, dem Rock und Zopfgetue, der Herumzickerei der Mädels bzw. Sturerei der Kerle sowie der auf reine Liebe ausgerichtete Prüderie fühle ich mich wie in einem schlechten Liebesroman, der zu Zeiten des am. Bürgerkriegs spielt (a la Fackeln im Sturm). Damit zerstört er die durchaus gute Geschichte, wie sie im ersten Buch mit Spannung und einem gewissen Drive begonnen wird.

    Daß in Fires of Heaven bis mindestens Winters Heart weiterhin daraufhin herumgeritten wird, anstatt die Geschichte voran zu bringen, motiviert mich wenig, auch wenn dazwischen die Charaktere weiter ausgebaut und die Geschichte zahlreiche (oder lose?) Handlungsfäden erhält.

    Ich glaube, daß was mich an der Serie festhalten läßt, ist die Tatsache, daß die Fans es weiterhin loben, ich herausfinden möchte, ob es wahr ist und meine Englischkenntnisse damit verbessern möchte. Aber mein Gefühl bis jetzt stimmt tatsächlich mit den AmazonKritiken überein (und zwar jenen von hinten rein "niedrigste zuerst", denen ich fast uneingeschränkt zustimmen kann).

    Ich lese gerade in einer (engl.) AmazonKritik, wie sich ein Rezensent vorkommt wie in einer Soap Opera. Oder wie sich einer drüber aufregt, daß "About every two pages a female character will think, "Men! I'll never understand them!" then go and have vague desires towards somebody. Conversely, every two pages a male character will think, "Women! I'll never understand them!" and also have vague desires. Really, that's it. That's the extent of those groundbreaking relationships Jordan constructs."

    Interessant an den Kritiken zu Buch 5 ist, daß sie sehr häufig empfehlen, die Parts mit Elayne und Nynaeve zu überspringen und auch Rand auf die Dauer langweilig finden.

    OK, die AmazonKritiken bis hin zum letzten bisher erschienen Buch, wo sogar "harte Fans" deutliche Kritik äußern, deuten auf zwie Schichten Leser hin:
    Solche, die auch noch was anderes (gerne) lesen und solche, die mittlerweile nur noch Robert Jordan lesen und weitgehend nichts an seinem deutlich zu kritisierendem Weltbild als verschrobener Nerd stört, und die eine neverendingstory geniessen wollen und können (ähnlich den SoapFans). Die Bücher kommen tatsächlich kaum vorwärts, die Charaktere werden nicht großartig entwickelt, die Handlung paßt oft in wenige Sätze, die allerdings durch plotunrelevante Gespräche, immer weitere Subplots und endlosen Beschreibungsorgien zu völlig unwichtigen Details aufgebläht werden (Konzept einer Soap). Ein Teebeutel mag am Anfang noch guten Tee ergeben. Doch nach xmaligen Aufgusses und Strecken mit ein und dem selben Teebeutel wird die Serie ein Martyrium für Leute, die wenig Zeit haben (i.d.R. alle Sterbliche).

    Wie bei allen Soaps scheint es so zu sein, daß man irgendwo einsteigen und weiterlesen kann, ohne das Gefühl zu haben, etwas halbwegs bedeutsames verpaßt zu haben.

    Tjo... hm... Das dürfte definitiv die letzte (Endlos)Serie eines "Epos" sein, die ich mir antun werde. Im Alter möchte man Abwechslung und Spannung und kein Beobachter völlig unrelevanter Klischees und veralteter bzw. nie dagewesener Ansichten sein.

    ---
    Wer Dreibuchstaben zum Freund hat braucht keine Feinde mehr.

    [ antworten ]

    Beitrag Nr. 10
    14. Taisham 06, 21:37

    stormrider
    Rang: Bettler

    Benutzer-Avatar

    also ich verlass mich nie auf andrer leute kritik, ich muss etwas schon selber entscheiden um festzustellen obs mir passt wie es ist oder nicht :)


    ---
    Ohne Grund geschieht auf der Welt überhaupt nichts.

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