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neuer Beitrag
Navigation: » RdZ-Forum » Die Flamme und das Nichts im wahren Leben [ 1 2 ]

Beitrag Nr. 1
5. Choren 05, 13:40

Dai Shan al'Calhar
Rang: Büttel

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Hi! Mein erster Thread auf dieser Seite ich hoffe, den gab's noch nicht ;)

Meine Frage an euch: Habt ihr schon einmal das Nichts (oder besser: das "Einssein") in einer bestimmten Situation eures Lebens gebraucht? Oder benutzt ihr es gar regelmäßig?

Habe kürzlich vor meinem AikidoTraining ein paar Körbe geworfen und da hab ich entdeckt, dass das mit dem Nichts gar nicht mal so weit hergeholt ist!

Die Flamme war wohl nicht direkt dabei, aber sobald ich den Ball als Verlängerung meines Armes betrachtete und in meiner Konzentration tatsächlich EINS zu sein schien mit Ball, Flugbahn und Korb...das war EXAKT wie im Rad der Zeit beschrieben! Absolute RUHE. JEDWEDER störender Gedanke (wie an Zuschauer, mögliches Scheitern oder sonstige störende Emotionen) glitt buchstäblich irgendwo ausserhalb dieser Ruhe ausserhalb des Nichts.

Seitdem werfe ich regelmäßig ein paar Körbe vor dem Angrüßen und schaffe auf diese Weise eine innere Ausgeglichenheit und GERADE beim Aikido fällt mir auf, wie sehr diese *Technik* mir hilft! Ist echt WAHNSINN! Nur das WESENTLICHE ist in deinem Blickfeld, Würfe und Hebel gelingen auf einmal sehr viel präziser und vor allem KONTROLLIERTER!

Für mich eine echt prägende Erfahrung. Wie sieht's mit euch aus!?! Bin sehr gespannt auf eure Geschichten!


---
Mia divienya nesodhin soende

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Beitrag Nr. 2
5. Choren 05, 14:08

stormrider
Rang: Bettler

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naja, also ich denke ich bemerkte das schon öfters in computerspielen, man konzentriert sich einfach total auf eine sache und vergisst alles andere, das sollte den gleichen effekt erzielen ;)


---
Ohne Grund geschieht auf der Welt überhaupt nichts.

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Beitrag Nr. 3
6. Choren 05, 13:39

Iscoron
Rang: Saurer Hering

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Beim Computerspielen? Nein, das ist imo nicht dasselbe. Ok, man kann es vergleichen, weil man ebenfalls seine Umgebung ausblendet, aber das ist beim Zocken wohl eher so eine Art Nebeneffekt, als ein bewusst eingesetztes Mittel zur "Konzentrationssteigerung".

Das bei Dai Shans AikidoTraining kommt dem was in den Büchern gemeint ist schon sehr viel näher. Ich mache ja selbst Karate und mir gehts da ähnlich. Leider ist das gmanchmal gar nicht so einfach.
Aber ich seh das genauso: Man ist sich sehr viel bewusster, was man da eigentlich gerade für eine Technik macht und worauf es ankommt. Ich werf allerdings keine Körbe vor dem Training *g*

Wen wunderts, wenn RJ auch etwas bei den fernöstlichen Meditations/Konzentrationsübungen abgeschaut hat? Passt ja, besonders als Vorbereitung darauf, die Eine Macht zu ergreifen.


---
He came like the wind, like the wind touched everything, and like the wind was gone. - Robert Jordan

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Beitrag Nr. 4
7. Choren 05, 11:40

Dai Shan al'Calhar
Rang: Büttel

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Jup! Hab mal meinen Trainer darauf angesprochen. Er war da nicht im geringsten überrascht. Er nennt es Mushin & Sanshin.

Mushin:

Der Prozess, nicht zu denken bzw. der Prozess des NICHT Nichtdenkens. Mushin, der leere Geist. Dein Geist ist eben nur dann leer, wenn du nicht bewusst daran denkst, deinen Geist zu leeren. Das Ziel einer jeden gelungenen Meditation. SEHR SCHWER.

Sanshin:

Der Zustand des aufmerksamen, aufnahmebereiten Geistes. Handeln ohne eine Verzögerung durch bewusste Gedanken, das Ausnutzen des leeren Geistes.

Für mich klingt das ABSOLUT nach der Flamme und dem Nichts!

Ermöglicht erst die Flamme die Bildung des Nichts, so verhält es sich genauso mit Mushin und Sanshin.
So wie es Rand immer leichter fällt, seine Emotionen und Gedanken gedankenschnell in die Flamme zu entleeren und das Nichts geradezu augenblicklich aufzubauen, so gleicht dies doch exakt dem, was schon viele Meister fernöstlicher Kampfkunst beschrieben haben.

Gerade das hat mich wohl schon immer (wenn auch nicht so bewusst wie jetzt) an der Schilderung der Schwertkämpfe (und vor allem von Rands Weg zum Schwertmeister) fasziniert: Die Authentizität. Auch wenn es sich vorher vielleicht nur richtig ANGEFÜHLT hat mit dem VERSTÄNDNIS bewundere ich Robert Jordans Erzählkunst noch um vieles mehr! (bin gerade wieder in Bd. 5 *g*)

Macht es euch klar, Schüler jedweder Kampfkunst:

Erst, sobald die Flamme & das Nicht, Mushin & Sanshin so weit verinnerlicht sind, dass das Einssein augenblicklich zur Verfügung steht...erst dann habt ihr euch den Reiher verdient ;)

@ Iscoron: Wegen Körbe werfen solltest du mal versuchen ;) Wo ich ja jetzt schon Parallelen zwischen RdZ und dem wahren Leben suche: Sieh es als Analogie zum Bogenschießen in den Zwei Flüssen Rands "Vorstufe" zum Schwertmeister ;)

---
Mia divienya nesodhin soende

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Beitrag Nr. 5
8. Choren 05, 20:10

Aeron
Rang: Aiel

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also wenn ihr mich fragt... wieso nur bei kampfkünsten? eigentlich doch bei allen sportarten,oder noch weiter (fast?) alles lebenslagen. innere ruhe uns konzentration sind erstaunlich wichtig in vielerlei hinsicht

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Beitrag Nr. 6
9. Choren 05, 13:58

Iscoron
Rang: Saurer Hering

Admin-Avatar

@ LorkThan: Das gilt natürlich nicht nur bei Kampfsportarten, ist aber bei diesen mMn am besten zu spüren. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass gerade dieser Gedanke der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit im fernöstlichen Raum deutlich verbreiteter ist als hier (Buddhismus, Meditation, etc.). Das ist ein elementarer Bestandteil dieser Kampfsportarten. Ohne eine "freien Geist" wird man irgendwann nicht mehr weiterkommen in seinem Training.
Allerdings würde ich mir wirklich wünschen, dass manche Leute auch in anderen Situationen mal darüber nachdenken würden und einen kühlen Kopf bewahren, stimmt schon.

@ Dai Shan: Mushin udn Sanchin ... ja, da klingelt was bei mir.
Aber zum Thema Körbe werfen || Bogenschießen. Daran musste ich auch sofort denken ^^
Aber warum nicht gleich richtiges Bogenschießen? :)


---
He came like the wind, like the wind touched everything, and like the wind was gone. - Robert Jordan

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Beitrag Nr. 7
10. Choren 05, 01:10

Dai Shan al'Calhar
Rang: Büttel

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Jup! Techniken wollen gelernt sein, doch das einem Tanz ähnelnde, "fließende Ineinanderübergehen von Fechtfiguren" á la Lan VS. Rand setzt AUF JEDEN FALL einen freien Geist voraus.

War am Samstag auf DanVorbereitungslehrgang in Lünen SEHR lehrreich :)


Zur Verdeutlichung: Die VIER KÖNNENSSTUFEN im Aikido:

1. shu: die Stufe der Form (bis 1. Dan)

2. ha: die Stufe des Verlassens der Form (2. bis 5. Dan)

3. ri: die Stufe auf der es keine Form mehr gibt/die Form verlassen wurde
bzw. die Stufe der Anwendung (ab 6. Dan)

4. ku: die Stufe auf der sich die beiden Kontrahenten bereit zum Kampf
gegenüberstehen und "nichts" passiert
(äußerlich passiert nichts, innerlich wissen beide: Wenn einer angreift,
verliert er)


Meiner Ansicht nach bedarf es allein für das Vollenden der 2. Stufe schon einer entsprechenden Beherrschung des Einssein.

Wohingegen ich mir die letzten beiden ohne das Einssein einfach nicht vorstellen kann.

"ku" erinnert mich übrigens ein wenig an Nynaeve VS. Moghedien, wenn man sich das ganze mal von außen (aus Sicht eines NichtMachtlenkers) betrachtet vorstellt...


Lehrer dieses Danvorbereitungslehrgangs war Hubert Luhmann, 5. Dan Aikido der Mann haut mich JEDES Mal wieder von den Socken!!! Wenn ihr DEN gesehen hättet, wie der zwischen drei Angreifern umherwirbelte der tanzt WIRKLICH den Tanz der Speere *g* Würde ihn gerne mal eines Tages auf die Flamme und das Nichts ansprechen ;)


@ Iscoron: Hab mir das übrigens schon mal überlegt vielleicht probier ich das
ECHT mal mit dem Bogenschießen ;) Gibt ja genug Vereine!

@ alle übrigen: Aber jez mal weg vom Kampfsport da gibt's doch bestimmt noch genug Situationen, in denen man von der emotionslosen Ausgeglichenheit des Einssein profitiert! Überlegt mal! Oder vielleicht fallen euch ja Situationen ein, in der ihr die Flamme und das Nichts hättet gut gebrauchen können?! Haut in die Tasten, bin neugierig ;)



---
Mia divienya nesodhin soende

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Beitrag Nr. 8
11. Choren 05, 02:57

Nae`blis
Rang: Bettler

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@Dai Shan
Hätte die Flamme und das Nichts bei meinen Examensklausuren gut gebrauchen können...was war ich da nervös!!!

Auch beim lernen an sich wäre ich gerne mal eins mit dem Lehrstoff...

Na ja, ist schon spät und es war halt ein langer Tag in der Bibliothek!! ;)


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Beitrag Nr. 9
11. Choren 05, 14:01

Aeron
Rang: Aiel

Benutzer-Avatar

so heute hab ich training... aber kein kampfsport. ich werde beim aufwärmen mal flamme und nichts an... dann mal sehn was ich rauskloppe^^
ich hab eh schonmal mit dm gedanken an ein kampfsportart gespielt. ich weiss nur noch nicht welche... gebt mal tipps... also mentalität/wirksamkeit/schwierigkeit verschiedener kampfkünste!

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Beitrag Nr. 10
11. Choren 05, 15:36

Dai Shan al'Calhar
Rang: Büttel

Benutzer-Avatar

Wenn du auf KampfSPORT stehst, d.h. auch Wettkämpfe und entsprechende Rivalität in Kauf nimmst (oder sogar begrüßt), würde ich dir etwas aus dem Trio "Karate, Judo, Teakwondo" empfehlen.

Wenn du dich lieber auf die KampfKUNST konzentrieren möchtest, dann kann ich entweder Aikido oder Kung Fu (oder besser: Jeet Kune Do) empfehlen.

Ich selber trainiere seit sieben Jahren Aikido. Aikido versteht sich deshalb als Kampfkunst, weil durch das Auslassen jedweder Wettkämpfe die Rivalitäten einer KampfSPORTart ausgeschlossen werden soll.
Aikido ist rein defensiv Angriffe werden nur ausgeführt, um die entsprechenden Verteitigungsmöglichkeiten zu trainieren.
Charakteristisch für Aikido sind Wurf und Hebeltechniken, mittels derer der Angreifer kontrolliert und von der Sinnlosigkeit seines Handelns überzeugt werden soll. Frieden. Nicht Sieg.

Jede Kampfsportart bzw. Kampfkunst ist erst dann WIRKLICH effektiv, wenn im Zustand des Einssein das "Verlassen der Form" erreicht worden ist.
Trotz allem unterscheiden sich die Kampfkünste in ihrer Zugänglichkeit und damit auch in der Dauer des Weges zur effektiven Selbstverteidigung.

OffensivKampfsportarten wie Karate und Teakwondo erfreuen sich aufgrund relativ schnell erlernbarer BlockundKonterTechniken größerer Beliebtheit als beispielsweise Aikido denn dort gilt nicht AugeumAuge, sondern Kontrolle. Dem Angreifer wird womöglich Schmerz zugefügt, z. B. beim Einsatz von Hebeltechniken. Doch der Grad des Schmerzes richtet sich nur nach dem Widerstand des Angreifers der Aikidoka wendet seine Technik nur zur Kontrolle und damit seiner eigenen Selbstsicherung an.

Da eine Kampfkunst im Sinne des Friedens ("Ai"=Harmonie/Gleichgewicht/Liebe, durchgesetzt mit "Ki"=der geistigen Kraft/Lebensenergie; "Do"=der Weg) einen hohen Grad an Präzision und geistiger Ausgeglichenheit verlangt, ist der Weg zur
effektiven Selbstverteidigung im Sinne des Ai sehr viel schwieriger und langwieriger als bei Karate oder Teakwondo.

Über Karate kann ich wenig sagen, aber Teakwondo reizt mich allein schon wegen der Ästhetik und Dynamik der Beintechniken. SIEHT EINFACH GEIL AUS ^_^ Allerdings bedarf es hier der entsprechenden körperlichen Voraussetzungen d.h., wenn's überhaupt RICHTIG Spass machen soll, stehen erst mal mindestens 34 Wochen Dehnübungen auf dem Programm. Und dazu knüppelhartes Ausdauer und Krafttraining.

DES PUDELS KERN:

Jede Kampfsportart/Kampfkunst bzw. Lehre einer solchen unterliegt einer fundamentalen Begrenzung: der Form. Selbst das Verlassen der selben kann diese Einschränkung nicht komplett aufheben, so lange man sich als Anhänger einer bestimmten Lehre anderer Möglichkeiten verwehrt.
Jeet Kune Do, der "Weg der einfallenden Faust", war Bruce Lees vorläufige Antwort auf die Einschränkungen konventioneller Lehren wie Karate, Judo, Aikido, etc. Doch im nachhinein stellte er fest, dass er "seinen" Weg nicht lehren konnte.
Sprich: Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Und hier schließt sich der Kreis, womit wir wieder beim Einssein wären:

"Having no limitation as limitation" Bruce Lee



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Mia divienya nesodhin soende

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